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Fach- und bildungsgangübergreifend orientiert sich das Kollegium des Fachbereichs an diesen Arbeitsgrundsätzen:
[1] Ausgehend von der Wertesetzung des Berliner Schulgesetzes (§ 1) verfolgt der Fachbereich neben seinem speziellen Bildungsauftrag das allgemeine politisch-didaktische Ziel, die Voraussetzungen und Grundlagen für den politisch interessierten, mündigen und zu politischer Aktivität bereiten Menschen zu legen.
[2] Grundlage der speziellen Bildungs- und Ausbildungsverpflichtung ist das jeweils geltende Curriculum, das auf der Basis hoher fachlicher Qualität und in dem Bemühen um Aktualität sowie Schülerzentriertheit umgesetzt wird.
[3] Einbezogen in alle (fach)didaktischen Überlegungen wird der spezifische inhaltliche Schwerpunkt des Oberstufenzentrums, also je nach Bildungsgang die Aspekte von Wirtschaft, Bürowirtschaft und Verwaltung. Einerseits werden allgemeinwirtschaftliche, büro- und verwaltungsfachliche Aspekte in den politischen Unterricht aufgenommen, andererseits wird einer Aushöhlung des politischen Unterrichts durch die berufspezifischen Inhalte vorgebeugt.
[4] Ein auf Bildungsabschlüsse hin zielendes Oberstufenzentrum beachtet in besonderer Weise die jeweiligen Abschlussprüfungen, vernachlässigt darüber aber nicht den speziell für die Fächer der politischen Bildung geltenden Auftrag der allgemeinen Bildung.
[5] Nicht nur, aber doch auch wegen der speziellen Zusammensetzung der Schülerschaft des Oberstufenzentrums liegt ein besonderes Augenmerk auf den Fragen der Gleichstellung und der Interkulturalität.
[6] In allen Lehrplänen der am OSZ vertretenen Bildungsgänge sind historische Einheiten und Themen vorgesehen. Der Fachbereich macht sich eine besondere Schwerpunktsetzung auf die deutsche Geschichte des 20 Jahrhunderts, insbesondere die NS-Vergangenheit und die Zeit der deutschen Teilung, zueigen. In diesem, aber auch in anderen Feldern begreift er sein Herangehen als historisch-politisches Herangehen.
[7] Ein besonderer fächer- und bildungsgangübergreifender Schwerpunkt der Fachbereichsarbeit liegt auf dem Thema „Europa". Kein Politikbereich der Gegenwart ist von einer solchen Dynamik und einer solchen Wirkungskraft wie die europäische Integration. Das Thema ist in allen Fächern und in allen Bildungsgängen mit einem gebührenden Gewicht vertreten. Der kompetente und zeitgemäße Unterricht zur Europäischen Union erfordert eine permanente Fortbildung. Perspektivisch soll die Arbeit des Fachbereichs auf diesem Gebiet in ein Konzept der Europakompetenz münden, nicht nur um den Unterricht qualitativ auf der Höhe der Zeit zu halten, sondern auch um das Profil der Schule europäisch zu schärfen.
[8] In einer sich rasant verändernden Welt versteht es sich von selbst, dass der Fachbereich einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit dem Thema Globalisierung widmet und deren Chancen wie auch deren Risiken im Unterricht herausarbeitet.
[9] In Anbetracht der nicht mehr zu bestreitenden Veränderungen beim globalen Klima und der daraus resultierenden gravierenden natürlichen und sozialen Veränderungen widmet sich das Kollegium des Fachbereichs in einer weiteren Schwerpunktsetzung dem Thema Ökologie.
[10] Obwohl sich die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte seit den mediokren Ergebnissen bei den internationalen Vergleichsstudien (Pisa usw.) keineswegs verbessert haben und die Bildungspolitik überwiegend auf der kostenneutralen Seite Konsequenzen gezogen und Reformmaßnahmen ergriffen hat, nimmt der Fachbereich die neuen Herausforderungen an die Ausbildung junger Menschen an und versucht durch individuelle und kollektive Fortbildungsmaßnahmen Anschluss an die neuere bildungspolitische Diskussion zu halten (Standardsetzung, Kerncurriculum, schulinternes Curriculum, Kompetenzorientierung, Projektunterricht, Präsentationsformen usw.).
So beschlossen auf der Fachkonferenz am 22. April 2008.
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Bild 2: Blaue Vasenmalerei: ”Der Raub der Europa” Aus einer Veröffentlichung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
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