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Gedanken eines ehemaligen Fremdsprachenassistenten
Meine Zeit am OSZ ist nun vorbei und es ist Zeit zurückzuschauen. Während meiner Zeit am OSZ sind mir zwei Sachen, die meine Zukunft wahrscheinlich beeinflussen werden, eingefallen.
Erstens weiß ich jetzt, dass es viel interessanter ist, mit Erwachsenen zu arbeiten als mit Kindern (letztes Jahr arbeitete ich in einer Gesamtschule). Mit Schülern zu arbeiten, deren Alter um höchstens fünf Jahre von meinem Alter abweicht, hat mir wirklich Spaß gemacht, und die Vorstellung, hier in Berlin langfristig zu arbeiten, ist sehr anziehend. Ich fand die Jugendlichen sehr intuitive, reif und häufig überraschend motiviert bei ihrer Schularbeit. Ein Beispiel war vor dem Bundeswahlkampf, als eine Debatte zwischen Repräsentanten der 5 Parteien in der Schule stattfand. Viele Abiturienten und andere Schüler interessierten sich sehr dafür und stellten viele gebildete Fragen an die Teilnehmer. Leider sind die britischen Jugendlichen meistens überhaupt nicht an Weltpolitik interessiert.
Zweitens lernte ich, dass Business English nicht so mein Ding ist. Leider wollen die meisten Erwachsenen lieber Business English anstatt Shakespeare lernen, dennoch ich genoss sehr die Zeiten, in denen ich ein bisschen britische oder schottische Kultur unterrichten konnte.
Als mir es erklärt wurde, dass ich eine Stelle im OSZ für Bürowirtschaft und Verwaltung bekommen hatte, war ich von der Schule sehr beeindruckt. Mit circa 200 Lehrkräften konnte ich nicht verstehen, wie so groß eine Schule funktioniert. Lustigerweise - wegen meines ziemlich jungen Aussehens - wurde ich immer vernommen, warum ich in dem Kopierraum war oder sogar in den Toiletten der Lehrer.
Nach 9 Monaten verstehe ich das System der Schule und ihre Bereiche nicht viel besser als an meinem ersten Tag. Letztendlich war meine Rolle nicht so kompliziert. Englisch ist Englisch, und ich musste nur die verschiedene Niveaus der Schülern einschätzen und etwas von meinem Kopf an ihren übersenden, egal ob ich eine DQ-Klasse hatte, FAMI Klasse, Abi, KF, usw.
Nach 9 Monaten hoffe ich, dass ich die Schüler ein bisschen über mein Land gelehrt habe, z.B. dass Schottland nicht zu England gehört, und nicht jeder Schotte völlig unverständlich ist. Jetzt kann ich auch den Briten erklären, dass deutsche Kultur aus mehr als Würsten, Sauerkraut und Becks besteht. Mark Scott
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