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Integrierte Sprachförderung in Berufsvorbereitung und Ausbildung (SPAS)
Die Kolleginnen Dobbert und Marks haben sehr erfolgreich seit dem Schuljahr 2009 im SPAS- Projekt mitgearbeitet. Sie haben unter anderem ein Sprachfördermodul zum ERKUNDEN EINES MODELLUNTERNEHMENS im Rahmen des Qualifizierungsbausteins: Der Ausbildungsbetrieb/das Modellunternehmen und seine Arbeits- und Organisationsmittel mit Kolleginnen und Kollegen der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e. V., Sven Walter Institut und Forum Berufsbildung e. V., dem OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistung sowie dem OSZ Handel I entwickelt.
Weitere Literaturhinweise und Dokumente sind auf der Online-Plattform des Projektträgers einsehbar. Der Abschlussbericht wurde am Ende des Schuljahres 2010 erstellt. Die Ergebnisse werden auf der hausinternen Homepage veröffentlicht. Die Sprachfördermaterialien werden auf den Fachbereichskonferenzen Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftslehre den Kolleginnen und Kollegen ebenso vorgestellt.
Das Projekt SPAS war für den Deutschen Innovationspreis für nachhaltige Bildung nominiert und ist auf der didacta ausgezeichnet worden.
ERKUNDEN EINES MODELLUNTERNEHMENS
Wesentliche Inhalte des Qualifizierungsbausteins:
- Stellung des Unternehmens in der Gesamtwirtschaft
- Leistungserstellung und -verwertung
- Betriebliche Organisation und Funktionszusammenhänge
- Bürowirtschaft und Statistik (Arbeits- und Organisationsmittel)
Sprachförderung:
Sprachförderliche Ziele
Ein Schwerpunkt liegt in der Erarbeitung der Fachlexik. Die Erarbeitung von Fachbegriffen stellt einen wichtigen Anteil in der Vermittlung von Fachinhalten dar. Sobald Fachbegriffe systematisch erarbeitet worden sind, kann davon ausgegangen werden, dass der Fach¬themenkomplex erfolgreich gelernt worden ist. Mit der Einführung und Verwendung von Fachbegriffskarten ist eine sprachlich orientierte strukturierte Annäherung an die Fachinhalte verbunden. Diese können durch verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten für die Einführung, die Einübung und die Sicherung von gelerntem Wissen eingesetzt werden. Zusätzliche Informationen zu sprachlichen Strukturen bauen die Sprachkompetenz der Schüler/-innen systematisch aus: So werden auf den Fachbegriffskarten immer Angaben über Genus und Pluralform mitgeliefert; ebenso gibt es Angaben über kontextuelle Anwendungsmöglichkeiten des Begriffs.
Neben der Fachlexik selbst gibt es für jedes Fachthema einen spezifischen Wortschatz. Dieser wurde unter sprachlichen Aspekten systematisch aufgeführt: der Wortschatz wurde nach Wortarten (beschränkt auf Nomen, Adjektive/Adverben, Verben) aufgeführt und mit sprachstrukturellen Informationen versehen. Bei den Nomen werden Genus und Pluralform mit angegeben, bei den Adjektiven und Adverbien erforderliche Präpositionen und bei den Verben der verlangte Kasus bzw. die verlangte Präposition. Eine Spalte für eine eigene Erklärung ermöglicht einen individuellen Zugang zu den erlernten Wörtern. Jede Form der Erklärung ist erlaubt, also z. B. auch Zeichnungen, Erklärungen in der Erstsprache etc.
Darüber hinaus werden Glossare textentlastend eingesetzt. Im Glossar, das für jeden Fachtext angelegt wurde, werden Begriffe erläutert, die zur Vermittlung der Fachinhalte nicht zentral sind, aber Verständnisschwierigkeiten für die Schüler/-innen darstellen.
Neben der Verwendung dieser allgemeinen Methoden wurde zu allen Texten eine sprachliche Analyse durchgeführt und typische sprachliche „Stolperstellen“ ausgemacht. Anschließend sind sprachförderliche Übungen zu den entsprechenden Einzelphänomenen konzipiert worden.
Birgit Marks (Fachbereichsleiterin Deutsch II)
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