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ProRossija:
Von Schulbegegnungen zu Projekten und Praktika
Seit dem Jahr 2009 sind wir im Team von trainee.IN.europe bestrebt, die vielfältige Zusammenarbeit mit europäischen Partnereinrichtungen nach Russland hin zu erweitern.
Wir wollen dadurch auch mit Blick auf Russland zum besseren gegenseitigen Verständnis zwischen Schülern und Auszubildenden, aber auch zwischen Lehrern und Ausbildern in beiden Ländern beitragen. Gleichzeitig versuchen wir neue Chancen zu eröffnen für den Erwerb sprachlicher, fachlicher und interkultureller Kompetenz durch regelmäßige Kontakte, Seminare und Praktika.
Damit verfolgen wir genau jene Ziele, die im Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung und der Russischen Föderation über jugendpolitische Zusammenarbeit vom Dezember 2004 fest geschrieben wurden und zu deren Umsetzung wir einen Beitrag leisten wollen.
Mit dieser Intention fand im Oktober 2009 ein erster Besuch von Vertretern des OSZ und der polnischen Partnerschule aus Koszalin in der Kaliningrader Filiale der Russischen Akademie der Volkswirtschaften statt. Seitdem sind von diesen Einrichtungen erste konkrete Schritte zur Festigung ihrer Zusammenarbeit unternommen worden. So fanden im zurückliegenden Jahr bereits zwei Workshops von kaufmännischen Auszubildenden statt, die eine Verknüpfung der geschäftlichen Aktivitäten ihrer Übungsfirmen vorbereitet haben. Gefördert wurde der erste Workshop in Koszalin von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der zweite im Dezember 2010 in Berlin vor allem vom Verein der Freunde des OSZ.
Bereits im Juni 2010 hatten Vertreter der Schulleitung der Akademie aus Kaliningrad und des Projektes ProRossija in Berlin gemeinsam an der Konferenz über „Ausbildungs- und berufsbezogene Maßnahmen im Deutsch-Russischen Austausch für Jugendliche“ teilgenommen, welche vom Internationalen Bund mit finanzieller Förderung durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch durchgeführt wurde. Dabei wurde nach Wegen gesucht, wie Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern künftig leichter überwunden werden können.
Im selben Monat unterzeichneten die Schulleiter der beiden Einrichtungen, Frau Isofatova und Herr Bagatsch, ein Kooperationsabkommen, über das auch im EU-Schulnewsletter der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung berichtet wurde.
Im Jahr 2011 richten sich die Aktivitäten von ProRossija zunächst auf die Evaluierung von Möglichkeiten für künftige Praktika in Kaliningrad. Im Rahmen eines vorbereitenden Besuches sollen potentielle Praktikumsbetriebe aufgesucht werden und es soll eine Klärung von inhaltlichen und organisatorischen Fragen herbeigeführt werden. Bei erfolgreichem Verlauf gäbe es vielleicht schon 2012 eine neue Perspektive für die am Wahlpflichtunterricht Russisch teilnehmenden Auszubildenden im Beruf Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation: erstmals Praktika in Kaliningrad!!!
Berlin, März 2011
Gerhard Schnepel
Team ProRossija
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