OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung

 Bildungsgangübergreifende 
 Zusammenarbeit

„Wer sucht, der findet – und wer richtig sucht, findet noch viel mehr“

Das Oberstufenzentrum für Bürowirtschaft und Verwaltung beherbergt zahlreiche Bildungsgänge, solche, die auf das Berufsleben, aber auch jene, die auf ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität vorbereiten. Vielfach ist es leider so, dass der eine nichts von dem anderen weiß bzw. nicht weiß, was der andere macht.

Ein schönes Beispiel, wie Synergieeffekte nutzbar gemacht werden können, ist das Projekt „Schulungen und Führungen“ im dritten Ausbildungsjahr der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. In diesem Projekt haben die Auszubildenden die Aufgabe, einer selbst gewählten Zielgruppe im Rahmen einer Schulung oder Führung zum Beispiel die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Angebote ihrer Ausbildungsbetriebe sowie Recherchetechniken und –möglichkeiten im Internet nahe zu bringen oder auch einfach an das Medium „Buch“ oder „E-Mail“ heranzuführen. Im Zentrum einer jeden Schulung steht das Nutzbarmachen von Informationen für den Kunden.

Die Auszubildenden müssen sich aus einem neuen Blickwinkel mit „ihrer Zielgruppe“ und deren Bedürfnissen auseinandersetzen. Neben der Planung und Organisation der Führung stellt dies eine besondere Herausforderung dar, und jeder Lehrer, der sich an seine Zeit als Referendar erinnert, kann sich ungefähr vorstellen, was das bedeutet.

In diesem Jahr haben zwei Gruppen von Auszubildenden aus der MI 71 und MI 72 Schülergruppen des Beruflichen Gymnasiums – eine Klasse in der Einführungsphase und einen Leistungskurs Englisch im Thema „Suchmaschinen und Recherchetechniken im Internet“ geschult.

Nach einer theoretischen Einführung erhielten die Schüler die Möglichkeit, anhand von verschiedenen Rechercheaufgaben, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.

Auch wenn einige Schüler sich mehr Zeit für die Recherchepraxis bzw. mehr Rechercheaufgaben gewünscht hätten, so meinte die Mehrheit der Schüler auf Nachfrage, sie hätten „etwas für spätere Referate und ihr weiteres Leben gelernt“.

Aus meiner Sicht als Englischlehrerin der beiden Lerngruppen, die bei den Schulungen eher eine beobachtende Rolle hatte, kann ich sagen, dass diese Art von Schulungen „von Schülern für Schüler“ unbedingt fortgesetzt werden, d.h. alljährlich stattfinden sollten, da alle Beteiligten in vielerlei Hinsicht profitieren. Je früher die Schulungen zu Recherchetechniken stattfinden, desto besser, was bedeutet, dass das erste Halbjahr der 11. Klasse der günstigste Zeitpunkt ist.

Ein weiteres „nützliches Abfallprodukt“ ergab sich in der angenehmen Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung I (Berufsschule) und ich hoffe sehr, dass sich das Projekt „Führungen und Schulungen“ als Beispiel für eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit an unserer Schule etabliert.



Ute Bartetzko, Fachleiterin Englisch
Dezember 2009
 

 


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