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Vorlesen
Nachdem es sich der Vorleser mit seinen Kindern gemütlich gemacht hat, wird erst mal etwas geplaudert, um sich auf die Lesestunde einzustimmen. Es wird über das neue oder bereits begonnene Buch gesprochen, wie viel noch behalten wurde vom Handlungsstrang und dann ein guter Einstieg gesucht. Die Kinder enttäuschen einen mit ihrem Erinnerungsvermögen fast nie. Sie haben noch alle Bilder der Geschichte im Kopf und es kann fortgefahren werden. Je nach Kind wird vom Vorleser die Geschichte vorgetragen oder die Kinder lesen selbst. Der Drang und die Begeisterung am Selbstlesen in kleiner gemütlicher Runde wird immer größer. So kann es schon mal vorkommen, dass zwei Kinder abwechselnd die Zeit durchlesen.
Spiele
Kinder sind unberechenbar. Nur weil sie bei einer Lesestunde ruhig und interessiert mitgemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass das beim nächsten Mal auch der Fall ist. Besonders die Tatsache, dass das Projekt in der 6. Schulstunde stattfindet, erfordert großes Einfühlungsvermögen und ausgelassene, alternative Aktivitäten. Wenn die Unruhe steigt, wird gemalt, es werden Wortketten gebildet, vorbereitete Rätsel von den Vorlesern mitgebracht, Galgenraten an der Tafel gespielt... Dies löst natürlich Begeisterungsstürme aus, denn es geht immer noch darum zu zeigen, wie cool Bücher sein können – erzwungen werden darf aber nichts, die Kombination macht’s.
Fortbildung
Die ersten von der Bürgerstiftung finanzierten Fortbildungen bei Lesart haben stattgefunden. Durch Gruppenaufgaben und Vorstellung der Ergebnisse wurde die Herangehensweise an Texte geübt und die Mittel, die man einsetzen kann, um Kinder für ein Buch zu interessieren. Dabei spielen vor allem die Visualisierung und die Anregung der Fantasie der Kinder eine Schlüsselrolle.
Vor allem die Wichtigkeit des Einstiegs in eine Geschichte (Bedeutung des ersten Satzes) hat uns alle nachhaltig beeinflusst und uns angeregt unsere Lesestunden für uns und die Kinder noch bunter und vielfältiger zu gestalten.
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